Ich bin 1967 in Wittlich geboren. Nach der Schule ging ich nach Pietrasanta, Italien, und konnte dort mithilfe des Wittlicher Künstlers Tony Munzlinger erste künstlerische Erfahrungen in verschiedenen Bildhauerwerkstätten sammeln.
Anschließend studierte ich Freie Kunst an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Klaus Rinke, Prof. Gotthard Graubner und Prof. Anthony Cragg. Ich wurde Meisterschülerin von Anthony Cragg.
Seit 1995 arbeite ich als selbständige Künstlerin in den Bereichen Malerei, Bildhauerei und Kunst am Bau. Nach insgesamt 29 Jahren außerhalb meiner Heimat, zuletzt 15 Jahre in Berlin, bin ich 2015 nach Wittlich zurückgekehrt. Durch meine Arbeiten im öffentlichen Raum bin ich in Wittlich und Umgebung bekannt.
Seit der Geburt meines Kindes im Jahr 2005 arbeite ich auch in künstlerischen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Seit 2015 bin ich zudem als Kunstlehrerin an Schulen tätig.
Meine künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Im Mittelpunkt stehen für mich Wahrnehmung, Wirklichkeit und das Verhältnis von Innen- und Außenwelt. „Es gibt eine Realität von Bildern.“
Die verschiedenen Techniken und Materialien sind für mich Umsetzungswerkzeuge. Sie eröffnen immer neue Möglichkeiten, Gedanken und Erfahrungen sichtbar zu machen. Im Zusammenspiel von Materialien, Techniken und Formen entdecke ich mein Werk immer wieder neu. Die aktuellen Bilder, Plastiken und Zeichnungen sind Erfahrungsberichte, in denen Farbe, Form und Oberfläche als sensible Übersetzungsmedien von Seelenzuständen, Erfahrungen und Lebensbeschreibungen – in einem großen Durcheinander der Gegenwart – Ausdruck finden.
Die Abstraktion überwindet die überforderte Wahrnehmung der gegenständlichen Bilder und wird zu einem intuitiven Reaktionswerkzeug, um die Enge loszulassen und die unvorbereitete Assoziation als Freiraum zu entdecken.
Die Konkretisierung zeigt den Zerfall der Gestalt, das Aufblühen der Vergänglichkeit – Auflösung. Erlösung. Die Suche nach der Seele.